Narayani - die göttliche Mutter

In der indischen Überlieferung heißt der Gott Vishnu auch Narayana. Narayana wird u.a. abgeleitet von "Nara". Nara heißt sowohl „kurz" als auch „Mensch". Narayana, der, der in allen Menschen verkörpert ist, in allen Wesen, in allen Geschöpfen. Narayani ist der weibliche Aspekt von Narayana, also Vishnu.

Aber Narayani ist zudem die göttliche Mutter in jedem, daher wird auch Narayani als Name von Durga bezeichnet. Es gibt eine bekannte Schrift, die die göttliche Mutter verehrt, das ist die Devi Mahatmyam. Und in einem der Kapitel gibt es viele Shlokas, viele Verse, die enden mit "Narayani Namostute“.

Und diese ganzen Shlokas preisen die göttliche Mutter, die überall ist - ihre Liebe, ihr Mitgefühl, ihre Fürsorge. Narayani Namostute – bedeutet: "Ehrerbietung an Narayani. Göttliche Mutter, dir sei meine Ehrerbietung.“

In unserem Verständnis dienen Mantra dazu, unsere eigenen auf bestimmte Aspekte unseres Menschseins bezogenen Möglichkeiten zu aktivieren und zu entfalten. Bei Narayani sind das Aspekte wie Wohlwollen, Liebe und Fürsorge. Wenn wir also ein Narayani Mantra singen, verbinden wir uns mit dem Teil von uns, der fürsorglich ist, der die Schöpfung liebt und umsorgt.

In diesem Sinne können wir uns mit Narayani-Mantren an die göttliche Mutter in uns wenden, wenn wir diese Aspekte von uns nähren und stärken wollen.

Zwei bekannte Mantra, die der Verehrung von Narayani gewidmet sind:

 

Sharanagata Dinarta
Paritrana Parayane
Sarvasyarti Hare Devi
Narayani Namostute

"Sharanagata" - Mitschnitt vom Abschlussabend des MBSR Aufbaukurses am 05.03.2019
Vertonung © Manuela Haase

 

Om Sarva Mangala Mangalye
Shive Sarvartha Sadhike
Sharanye Tryambake Gauri
Narayani Namostute

"Sarva Mangala" - Mitschnitt vom Mantraabend am 20.10.2018
Vertonung © Jana Fasbender

 

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