Singen

Singen schenkt uns Lebensfreude und Lebendigkeit. So wie die Augen ist auch die eigene Stimme ein Tor zur Seele. Nicht ohne Grund teilen sich „Stimmung" und „Stimme" den gleichen Wortstamm. Leider ist das Singen heute kein selbstverständlicher Teil unseres Alltags mehr. Und damit ist uns eine unschätzbare Möglichkeit, uns auszudrücken und uns zu umsorgen, verloren gegangen.

Manche von uns rechtfertigen diesen Verlust mit dem Glauben nicht singen zu können oder keine schöne Stimme zu haben. Doch Singen ist etwas ganz Natürliches. Man braucht es nicht lernen, man kann es einfach. Wie das Sprechen gehört Singen zu unseren natürlichen Gaben. Zumeist dank des verallgemeinerten Strebens nach Perfektion ist dieses wunderbare Geschenk bei vielen Menschen einfach verstaubt.

Wir möchten euch ermutigen, euch eurer Stimme wieder freundlich zuzuwenden und ihr eine neue Chance zu geben zu summen und zu tönen. Dafür schaffen wir einen entspannten Raum, damit sie sich frei entfalten kann. So könnt ihr die eigene Singstimme wieder entdecken, sie erklingen und sich in den Chor der vielen Töne hineinweben lassen. Denn darum geht es.

Und wer das nicht glaubt, kann ja hier die Geschichte vom Nachtwächter lesen.

Singen wirkt heilsam

Heilgesänge gibt es in allen Kulturen. Und vielleicht habt ihr das auch schon erlebt, dass Singen in schwierigen Momenten von seelischem oder körperlichem Schmerz, von Angst, innerer Leere oder Trauer euch getröstet und das unbehagliche Gefühl ein wenig gelindert hat. Vielleicht sind die schweren Gedanken beim Singen in den Hintergrund getreten und haben Platz gemacht für Gefühle von Verbundenheit, Geborgenheit oder Beruhigung.

Wenn wir singen richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Text und Melodie. So wird es möglich die Fixierung auf negative Gedanken zu unterbrechen. Gleichzeitig vertieft und verlangsamt das Singen unseren Atem, was zu einer Beruhigung unseres - vom Stress oftmals aus dem Gleichgewicht geratenen - vegetativen Nervensystems führt. Entspannung stellt sich ein.

Zu seinem Lob

Vor langer Zeit riefen die Mönche in der Kirche laut ihre Gebete und Verehrungen. Obwohl die Töne ihrer Gesänge nicht wirklich harmonisch zur Melodie und zum Versmass passten, sangen die Mönche unmittelbar aus ihrem Herzen - so wie sie es als stimmig empfanden. Eines Tages wurde entschieden, einen Dirigenten zu engagieren, der den Mönchen beibringen sollte, wie man richtig singt.

Der Nachtwächter

Vor langer Zeit lebte in Vrindavan ein Nachtwächter, der einen der vielen Tempel Krishnas vor Dieben schützen musste, denn im innersten des Tempels befand sich eine wunderschöne Bildgestalt Krishnas, dessen Krone ein riesiger Diamant schmückte.

 

 

"Ganzheit ist das Gegenteil von Perfektion. Perfekt zu sein ist höchstens ein Ideal. Viele von uns machen dieses Ideal zu ihrem Lebensziel. Perfektionismus kann einem das Herz brechen und nicht nur das eigene.“

Rachel Naomi Remen

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